Seit Wochen wird überall mit „ 50 SHADES OF GREY “ geworben, ob man will oder nicht. Von
nahe liegenden Produkten wie z.B. erotische Dessous über Make-Up Produkte und Nagellack Editionen bis hin zu fragwürdigen Teddys in Anlehnung an Christian Grey. Die Werbebranche
lässt nichts aus.

Von allein wäre ich wahrscheinlich nicht ins Kino gegangen, nur um mich davon zu überzeugen ob es den Hype wert ist, bzw. er wirklich ein Tabu Thema gesellschaftlich tauglich macht. Aber wozu hat man gute Freunde die einen mit ins Kino schleppen – ok ich hab die Karten sogar selbst im Vorverkauf gekauft – wenn schon, dann muss man ihn sich auch gleich am Premierenabend ansehen 😉 Mit Oben-Ohne bekleideten Männern vor dem Kinosaal, die einem erotische Leseproben schenken möchten.

Um es vorweg zu nehmen, ich habe keines der Bücher gelesen, keinen Trailer angeschaut und meine Erwartungshaltung lag ziemlich weit unten. Umso erstaunlicher ist es für mich, dass ich den Kinoabend sehr genossen habe. Und das lag nicht an den 95% weiblichen Kinobesucher die bei fast jedem Kuss oder annähernd erotischen Szene, wie 12 jährige gekichert haben.

Ich muss ohne Umschweife zugeben, dass ich vom Film positiv überrascht bin. Natürlich erfüllt der Film viele Klischees und die Handlung ist keine fesselnde (welch Wortwitz) die einen zum tiefgründigen Nachdenken anregt. Aber das ist auch nicht der Anspruch des Films. Dakota Johnson und Jamie Dornan geben ein harmonisches Leinwand-Paar ab. Sie überzeugt besonders durch ihre schüchtern naive Art Mr. Grey mit anderen Augen zusehen. 50 Facetten von ihm wurden leider nicht gezeigt, nur seine dominante und besitzergreifende Ader.

Im Großen und Ganzen fühlte ich mich gut unterhalten, von dem Ausgangspunkt, dass ich keine hohen Erwartungen hatte und nicht wusste welche Geschichte mich erwartet. Der Film ist sicher kein Oscar-Anwärter ( höchstens die Filmmusik von Beyonce) aber ich hab auch schon deutlich schlechtere Filme gesehen.
Wer sich mehr Erotik, Nackte Haut (von ihm) und Detaillierte SM Spiele erwartet hat -dem kann ich nur sagen – schau dir einen Porno an mit FSK 18.

Fazit: Der Film überlässt der Phantasie viel Spielraum und man darf jetzt auch öffentlich über das Thema „SM“ sprechen. Und wie Einstein schon einst sagte „..Wissen ist begrenzt, Phantasie aber umfasst die ganze Welt“ freue ich mich auf Teil 2 mit Christian und Ana im Jahr 2016 mit einem hoffentlich reiferen Publikum.

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